Naturheilpraxis Hegemann

Praxis für Ganzheitliche Medizin

Ohrakupunktur

Es ist mehr als 30 Jahre her seit Dr. P. Nogie aus Lyon auf den Akupunkturkongreß in Marseille erstmalig, über seine persönliche Erfahrung über Reflexzonen und Reflexpunkte in dem äußerer Ohr und in der Ohrmuschel berichtete. Seither hat die Ohrakupunktur auch in der abendländischen Medizin zunehmend an Bedeutung gewonnen.

In welchem Land die Reizung der Ohrmuschel ihren Anfang genommen hat, läßt sich wohl schwer feststellen. Schriftlich niedergelegt ist die Tatsache daß die Chinesen sich schor lange vor der Zeitrechnung mit dem Ohr und seinen Zusammenhängen mit dem übriger Körper beschäftigt haben. Scheint doch das Ohr in der traditionellen chinesischen Medizin auch im Zentrum des Meridiansystems zu stehen. Alle Yang-Meridiane und auch die Yin-Meridiane über ihre Koppelungen (z. B. Lunge-Dickdarm) haben engste Beziehungen zum Ohr. Auch Anweisungen zur Reflextherapie vom Ohr aus sind schon in den ersten Jahrhunderten n. Chr. schriftlich niedergelegt. In der Thang-Dynastie (618 - 907) wurden schon 20 vordere und hintere Punkte des Ohres erwähnt, von denen einer sich in der Ohrmuschel befindet und dem Nullpunkt von Dr. Nogier entsprechen dürfte. In Südfrankreich und Nordafrika wurde die Behandlung von der Ohrmuschel aus durch Kauterisation vorwiegend bei Ischialgien und ähnl. verwendet.

Es ist zweifellos dem Scharfsinn von Dr. Nogier zu verdanken, daß er den Beobachtungen nachging, die er in seiner alltäglichen Praxis machte. So entdeckte er bei einigen seiner Patienten Narben am Ohr, die immer an der gleichen Stelle lokalisiert und die durch Brennbehandlung gegen Ischiasleiden entstanden waren.
Nogier: "Die Aurikulotherapie ist ein Heilverfahren, bei dem drucksensible und elektrisch meßbare Punkte der Ohrmuschel zur Diagnose und durch mechanische oder elektrische Reizung zur Behandlung verschiedener funktioneller Krankheiten und Störungen verwendet werden können."

Von außerordentlichem Interesse ist die Diagnose funktioneller oder organischer Störungen durch das Feststellen veränderter Punkte auf einer scheinbar gesunden Ohrmuschel. Beim gesunden Menschen ist die Haut der Ohrmuschel normalerweise schmerzlos. Tritt jedoch eine Erkrankung auf, findet man auf ihr leicht schmerzhafte Punkte, die sich in vereinzelten Fällen von selbst bemerkbar machen (sogenannte spontan schmerzhafte Punkte), jedoch öfter noch durch Untersuchung mittels einer Sonde oder eines Drucktasters gefunden werden können.

Die Veränderung des Punktes manifestiert sich jedoch auch hinsichtlich seiner elektrischen Leitfähigkeit. Es zeigt sich, daß der Widerstand eines solchen Punktes im Vergleich zu seiner unmittelbaren Umgebung deutlich schwächer ist.
Aber auch die Inspektion der Ohrmuschel vermag vor allem bei länger dauernden Erkrankungen Hinweise auf das jeweilige Organ zu liefern. So finden sich mitunter bei chronischen Erkrankungen in der entsprechenden Korrespondenzzone Rötungen, Schuppenbildung, Knötchen, Ulzera.

Wie wir später noch erkennen werden, kann eine Therapie mit immer gleich bleibender Punktekombination nie zu einem ausreichenden individuellen Erfolg führen.

Kontraindikationen

Eine absolute Kontraindikation zur Aurikulotherapie besteht bei

1. Schmerzen, die eine Operationsindikation ergeben (Appendizitis, Gallenblasenempyem etc.)
2. allen degenerativen Leiden mit vorwiegendem Befall des Rückenmarks
3. Schwangerschaft
4. unmittelbar nach großen physischen oder psychischen Anstrengungen
5. während der Menstruation (da sonst Zyklusstörungen auftreten können)
6. bei Karzinomen, nicht jedoch bei Karzinomschmerz.

 

 
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Hinweis
„Alle hier vorgestellten Diagnose- und Behandlungsmethoden sind naturheilkundliche Erfahrungsmedizin, die nicht zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch die streng wissenschaftliche Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der hier vorgestellten Verfahren beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten in der jeweiligen Therapierichtung selbst, die von der herrschenden Schulmedizin nicht geteilt werden.“